Ich mußte mir ja von mehreren Seiten anhören, dass hier anscheinend gar nicht mehr viel passiert... Dem ist natürlich nicht so. Heute sind Manuel, Martina und ich ins 40 Kilometer westlich von Kristiansand gelegene Mandal gefahren. Ein sehr schönes, beschauliches Städtchen mit 14.000 Einwohnern, dessen Zentrum aus hübschen, weißen Holzhäuschen besteht. Mandal ist sehr wohlhabend, dank seiner Eichenwälder und des Lachsreichtums. Deshalb lautete die Devise von Mandal zu seiner Blütezeit im 17. Jahrhundert: "Laks i lomma, æg i skoan, fintbrød i hatten", was bedeutet: "Lachs in der Tasche, Eier in den Schuhen und Weißbrot im Hut"... Na gut. Der Ort entwickelte sich im 15. Jahrhundert aus der Handelsstation Spidsboe und hat drei Lachse im Stadtwappen. Was hat Mandal an Kultur zu bieten? Der Maler Amaldus Nielsen wuchs hier auf; eine Büste von 1766, gefertigt von Gustav Vigeland, vor der Amtmannstube Skrivergården erinnert an ihn. Die haben wir auch gesehen. Das Elternhaus von Gustav Vigeland kann man auch besichtigen, ebenso wie das Denkmal zu Ehren des 1814 in Mandal geborenen Malers Adolph Tidemand, das auf dem Marktplatz steht, und die Mandal Kirke, die mit ihren 1800 Sitzplätzen zu den größten Kirchen des Landes gehört. Die meiste Zeit heute haben wir in Sjøsanden verbracht, wo Norwegens schönster und längster Strand liegt. Es sind zwar nur 900 Meter, aber die sind mit reichlich Sand und dem sie einrahmenden Kiefernwald Furulunden umso schöner. Nachdem wir dann hinreichend mit Muscheln gespielt, haben auf Felsen herumgeklettert und im Sand herumgestapft sind, haben wir uns ein Essen im Café Marna gegönnt, in dem hinter uns ein Bild der Beatles hing, was Manuel als Anlass nahm, endlich mal was Schönes (anstelle von Martina und mir) zu photographieren ;-)...


4 Kommentare:
Weißbrot im Hut? Glaub ich sofort.
Ja, aber ich finde Eier in den Schuhen noch besser! :-)
Belle photographie. J'adore les sons et les textures.
Merci beaucoup :-)
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